Was die Nachbarn wohl denken...

Warum ich abends um halb neun barfuß mit der Kamera und meinem Mann in unserer Einfahrt stehe?

Weil der Kiesboden dort einen tollen Hintergrund abgibt und der 28.05.2017 ist. (Die Schuhe habe ich einfach vergessen.)

 

Einige werden sich jetzt denken: "Hä? was hat das mit dem Datum zu tun?"

Andere kennen aber bereits meine persönliche Jahreschallenge.

 

Für das Jahr 2017 habe ich mir selbst eine kleine Aufgabe gestellt.

 

Bei dieser geht es zum einen um den Umgang mit Termindruck und das Abrufen von Kreativität auf Knopfdruck, zum Anderen aber auch darum, ein klein wenig Zeit nur mit meinem Mann zu verbringen. In unserem Alltag rund um die drei Kids, die Arbeit, das Haus und die Fotografie bleibt das bewusste Erleben von zweisamen Momenten oft auf der Strecke, da uns diese erst auffallen, wenn sie durch etwas unterbrochen werden.

 

#12selfies

 

Das Thema meiner Challenge sind Selfies, 12 Selfies um genau zu sein, eines für jeden Monat. Da ich bereits im Januar zeitlich recht knapp mit dem Erstellen und Bearbeiten des 1. Bildes dran war, hat sich der letzte des Monats als Termin zur Veröffentlichung sehr gut angeboten.

 

Die Themen werden nun Aufwändig

 

Natürlich habe ich mir zu Beginn dieser Aufgabe bereits viele Gedanken um die einzelnen Themen gemacht. Ein Paar, von dem man selbst ein Teil ist, auf 12 verschiedene Arte darzustellen ist nicht ganz leicht. Die Bilder sollen sich schließlich deutlich von einander unterscheiden. In den ersten Monaten habe ich dies durch verschiedene fotografische Techniken gelöst.

Dies waren Aufnahmen, die  Zuhause im Wohnzimmer unter relativ kurzem Zeitaufwand entstehen konnten. Nun habe ich für das restliche Jahr eher aufwändigere Themen, welche besondere Ansprüche an Location, Tageszeit, Kostüm/Make-up stellen. Prompt verfliegt der Mai viel zu schnell und ich gerate in Zeitdruck.

Manchmal beflügelt einen dieser positive Stress. Natürlich habe ich immer die Möglichkeit, die Challenge abzubrechen, dies würde für mich aber einen großen Rückschritt in Sachen Selbstdisziplin bedeuten und mich bei einigen meiner lieben Follower in Erklärungsnot bringen. Deshalb durchforste ich meinen Ideenkatalog und zaubere noch eine "schnelle" Selfieidee hervor. 

 

Das Licht schwindet.

 

Da diese Idee einen interessanten Hintergrund erfordert, liegt es nahe, diesen Draußen zu suchen. Ein Test mit der Kamera bestätigt aber, auch um halb neun wird es stetig dunkler, also schnappe ich meinen Mann, der gerade den Garten gießt und stelle uns in unsere Einfahrt, eine kurze Instruktion für Ihn, da enteder meine Arme oder meine kürzeste Brennweite zu kurz für die Bildidee sind und in 15 Schüssen haben wir das Mai-Bild.

Mein Mann freut sich riesig über meine Spontanität und hat große Freude daran, abends mitten in der Einfahrt Selfies zu schießen.

 

Seit gespannt...